Wir
kamen wegen der Backwaters und sind über Weihnachten und Silvester
geblieben. Um die sich ins unendliche verzweigenden Flussarme in
Kerala zu bestaunen, die sich bis weit in das Landesinnere ziehen,
kann man sich in der Hochsaison ein privates Hausboot ab 100 Euro p.
Nacht mieten oder man wählt die günstigere Alternative und fährt
mit der staatlichen Fähre von Alleppey nach Varkala. Das ist weniger
romantisch und man kann nur die großen Kanäle befahren, aber einen
Eindruck von den Backwaters bekommt man nach acht Stunden Fahrt auch
hierbei.
Wer
sich nicht mit dem Zug oder per Boot fortbewegen möchte, kann sich
auch für ein privates TukTuk entscheiden. Gebrauchte TukTuks, die es
wohl schon ab 20.000 RS zu kaufen gibt, kann man super aufmotzen.
Außerdem kann man darin amüsante Bilder von schockierten Indern
machen, die zum ersten Mal einen weißen Touristen hinter dem
TukTuk-Lenkrad sehen. Wer die spannende Reise von Nadine und Hannes
verfolgen möchte, schaut hier.
Mein
persönliches Highlight der bisherigen Naturerlebnisse war eine
Adlerbucht in Varkala. Wir befanden uns an einem Küstenstreifen, in
dem sich schroffe Felsenklippen mit hellen oder schwarzen
Sandstränden abwechseln und gingen etwa einen Kilometer vom
Hauptsstrand in die nördliche Richtung als wir auf die ersten Adler
gestoßen sind. Aufgrund der starken Meereswinde, die landeinwärts
wehen, kann man die Adler im Flug beobachten. Steht man an der
richtigen Stelle, schweben und fliegen sie in allen Richtungen am
Beobachter vorbei. Ich hatte hier die einmalige Gelegenheit,
zahleiche und riesige Adler aus nächster Nähe beim Futterfang zu
sehen, während ich bei Sonnenuntergang inmitten des Schwarms an der
Felsklippe stand.